Raspel
         
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Rekonstruktion einer wikingerzeitlichen Raspel nach Vorbildern aus Mästermyr und  Haithabu,
 gefertigt von Daegrad.
       
Auch in der Wikingerzeit waren Feilen und Raspeln für Holz- und Metallarbeiten unerlässlich. So verwundert es kaum, dass in der Werkzeugkiste von Mästermyr, auf Gotland, alleine sechs Feilen und Raspeln gefunden wurden. Hier sind die feineren Feilen gerade und die Raspeln mit einem doppelt abgewinkeltem Griff versehen. Fragmente von Feilen oder vollständige Exemplare finden sich in mehreren skandinavischen Siedlungsfunden.

Nebenbei erkennt man bei diesem Stück sehr gut, warum der Rauhheitsgrad von Feilen auch heute noch als Hieb bezeichnet wird. Da die einzelnen Zähne beim Schmieden mit einem Meißel eingeschlagen werden, entscheidet die Anzahl der Meißelhiebe über die Rauhheit einer Feile oder Raspel.
           
Feilenfragmente aus Haithabu
(Westphalen 2002, Tafel 4.6-11; mit freundlicher Genehmigung des Archäologischen Landesmuseums Schleswig-Holstein)
     
Bilden http://www.historiska.se/data/?bild=22077 som visar objektet http://www.historiska.se/data/?foremal=107162
Statens historiska museer SHM
Eine der Raspeln aus Mästermyr auf Gotland. (Gleichzeitig Link zum Datenblatt) © Statens Historiska Museum, Stockholm.
   
     
Literaturnachweis:
G. Arwidsson u. G. Berg, The Mästermyr find: A Viking age tool chest from Gotland (Stockholm 1983).
P. Westphalen, Die Eisenfunde von Haithabu. Die Ausgrabungen in Haithabu, Band 10 (Neumünster 2002).